Bitte beachten Sie: Für einen abgelehnten Kostenvoranschlag berechnen wir 30,- Euro Bearbeitungsgebühr (zzgl. Versandkosten).

 

 

 

 

Individueller Laufradbau nach Wunsch

Fahrrad Laufräder in echter Handarbeit!


Um unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, welche wir an unsere Laufräder haben, wird auf Nachfrage jedes Laufrad in Handarbeit präzise aufgebaut und zentriert. Gutes Material, eine gleichmäßig hohe Speichenspannung und das sorgfältige Abdrücken ergeben ein langlebiges Laufrad. Speichenbrüche sind extrem selten und auch ein Nachzentrieren nach dem Einfahren ist normalerweise nicht erforderlich.

 

Individueller Laufradbau

Wir bauen Laufräder auch nach Wunsch für dich auf.
Du benötigst für dein Fahrrad einen belastbaren MTB oder Rennrad Laufradsatz?
Dein Hinterrad soll asymmetrisch zentriert werden?
Du möchtest mit verschieden farbigen Naben, Speichen oder Nippeln mehr Farbe an deine Laufräder bringen?

Alles kein Problem, kommen Sie vorbei und sprechen mich an, ich berate Sie gerne über Ihren jeweiligen Einsatzzweck.

 

 


Wie wird ein Laufrad gebaut?

 


Schritt 1: Speichen einfädeln

Im ersten Arbeitsschritt werden die Speichen im richtigen Speichenmuster in die Nabe eingefädelt. Dabei wird auf die Position der Zug und Druckspeiche geachtet.

Schritt 2: Einspeichmuster festlegen und Laufrad vorspannen

Im nächsten Arbeitsschrift werden nach dem bestimmten Einspeichmuster die Speichen entsprechend gekreuzt, der Nippel aufgedreht und die Speiche vorgespannt.

Schritt 3: Laufrad zentrieren

Das Laufrad wir nun von einem erfahrenen Laufradbauer zentriert. Die Zentrierung erfolgt auf einem hochwertigen Zentrierständer. Bei gleichmäßig hoher Spannung unter Kontrolle eines Tensiometers werden jetzt Seiten- und Höhenschläge aus dem Laufrad zentriert.

Schritt 4: Laufrad abdrücken

Das Laufrad wird mehrmals beidseitig abgedrückt, damit sich die Speichenköpfe und Speichennippel nochmals setzen können.

Schritt 5: Speichenspannung kontrollieren

Die Speichenspannung wird bei allen Speichen nochmals mit einem DT-Swiss Tensiometer kontrolliert und angepasst, um eine gleichmässige Speichenspanung bei perfektem Rundlauf zu gewährleisten. Jedes Laufrad erhält somit am Ende, in seinem jeweiligen Einsatzbereich, die maximale Stabilität und Haltbarkeit.

Felgenverschleiß erkennen

 

Stöße, Materialabtrag, der Innendruck durch den Schlauch und der Zug der Speichen machen dem Aluprofil zu schaffen. So erkennen Sie den Verschleiß der Felgen:

 

Verschleiß-Indikatoren


Ein gefräster Ring oder einzelne kleine Bohrungen lassen erkennen, wie viel Material die Bremsflanke schon verloren hat. Bei Felgenbremsen hobelt jeder Bremsvorgang eine
schmale Schicht Aluminium ab.

 

Felgenbogen geplatzt


Zu hohe Speichenspannung und Materialermüdung haben die Speiche samt Nippel und Boden aus der Felge brechen lassen.

 

Haarrisse


Bilden sich Haarrisse am Ansatzpunkt der Speiche, sind meist eine hohe Speichenspannung und Materialermüdung die Ursache dafür.

 

Flankendicke messen


Kleben Sie zwei Lagerkugeln mit Heißkleber auf eine Schieblehre. Messen Sie damit die Dicke der Felgenflanke unterm Felgenwulst. Ziehen Sie den Betrag der Kugeldurchmesser vom Messergebnis ab.

 

Flanke durchgebremst


Die immer dünner werdende Seitenfläche der Felge bricht beim Bremsen oder durch den Innendruck des Schlauches einfach ab.

 

Abgebremste Flanke


Charakteristisch für unregelmäßige Flankendicke sind die dunkleren Stellen auf Speichenhöhe. Dort bleibt die Felge dicker, hier haftet mehr Bremsgummi an.

 

Speichen binden und löten

 

Speichenkreuzungen mit Draht zu umwickeln und dann zu verlöten ist eine recht alte Technik um Räder etwas steifer und das Speichengerüst haltbarer zu machen. Sie findet heute noch häufiger bei Road- oder Lastenrädern Anwendung.

Bei den heutigen Mountainbike-Laufradkomponenten hat es jedoch einiges an Bedeutung verloren. Felgen haben durch ausladende Breite eine sehr viel höhere Eigensteifigkeit, Naben sind breiter und ergeben so flachere Speichenwinkel und zu guter letzt sind höhere Speichenspannungen möglich als das noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

 

Nichtsdestotrotz ist es nicht völlig sinnlos und kann Räder noch etwas verbessern.

 

Gelochte Felgen

 

Bei gelochten Felgen, zumeist in einfacher U-Form, sitzen die Speichennippel direkt auf dem Material des Felgenbodens auf.

Gepunzte (schräg gebohrte) Felgen

die Speichen befinden sich in einer leichten Schrägstellung, die sich durch das abwechselnde Laufen der Speichen von der Felge zum rechten bzw. linken Flansch der Nabe ergibt. Die Auflagefläche der Nippel ist angeschrägt, damit Speiche und Felgenboden nicht einseitig belastet werden. Der schiefe Winkel wird also durch das Punzen ausgeglichen, so dass die Speichen nahezu gerade in die Nippel gelangen können und die Speichen selbst weniger geknickt werden.

 

Einfach geöste Felgen

 

Bei einfach geösten Felgen sind die Nippellöcher durch einen kleinen Ring aus Metall verstärkt. Dieser soll ein Einarbeiten der Nippel bei stärkeren Anzugskräften in das weiche darunter liegende Grundmaterial der Felge verhindern. Außerdem dient der Ring zur Minimierung der Reibung zwischen Nippel und Felge, wodurch auch die Gefahr von Rissen im Felgenboden reduziert wird.

 

Doppelt geöste Felgen

 

Diese Form ist häufig bei Hohlkammerfelgen anzutreffen. Hier kommen höhere Hülsen, auch „Näpfe“ genannt, zum Einsatz, um den Zwischenraum beider Felgenböden zu überbrücken. Man spricht von doppelt geösten Felgen, wenn die Hülsen sich zugleich in beiden Öffnungen der Felgenböden abstützen. So wird verhindert, dass aufgrund hoher Speichenspannung Risse im Felgenboden entstehen. Die Speichennippel sind gerade in der Felge, während die Speichen auch leicht schräg daherkommen können. In diesem Fall werden die Speichen in eine leicht gebogene Position gezwungen (kann auch bei einfach geösten Felgen der Fall sein). Andererseits können die Nippel nicht mehr in die Kammer rutschen.

 

 

Eine hohe Steifigkeit verteilt die Belastung auf die Speichen gleichmäßiger und macht die Felge weniger anfällig für außerplanmäßige Belastung. Hohlkammer-Felgen mit hohem Querschnitt sind besonders verwindungssteif. Sie besitzen meist ein aerodynamisch gerundetes Dreiecksprofil, das als Tropfen- oder "V"-Profil bezeichnet wird. Damit eingespeichte Laufräder zeichnen sich durch eine äußerst geringe Speichenbruchrate aus.

 

 

Die Belastung der Felge ist in der Nähe der Speichenlöcher am höchsten. Die Speichenlöcher von Aluminiumfelgen werden daher meist mit Ösen aus Stahl verstärkt, die auch die Reibung zwischen Speichennippel und Felge reduzieren. Bei Aluminiumfelgen ohne Ösen sollten die Köpfe der Speichennippel leicht eingefettet werden.

 

 

Bei geösten Felgen werden die Nippellöcher durch einen feinen Metallring verstärkt (ähnlich wie Ösen, die in Textilien oder Leder verwendet werden). Der Stahlring verhindert, dass sich der Nippel bei starker Anzugskraft in das weichere Grundmaterial der Felge einarbeitet. Zusätzlich verringert sich die Reibung zwischen dem Speichennippel und der Felge, ebenso wie die Gefahr, dass sich im Felgenboden Risse bilden. Wenn eine Öse mit einem etwas größeren Durchmesser verwendet wird, kann sich die konische Sitzfläche des Speichennippels selbstständig im richtigen Winkel ausrichten, ohne dass eine entsprechende seitliche Neigung des Lochs erforderlich ist. Ähnliche Effekte lassen sich auch erzielen, wenn statt der Ösen Unterlegscheiben zwischen Nippel und Felgenboden verwendet werden. Doppelt geöste Felgen Bei Hohlkammerfelgen werden anstelle der flachen Ösenringe oft höhere Hülsen („Näpfe“) verwendet, die den Hohlraum zwischen beiden Felgenböden überbrücken. Wenn sich die Hülsen durch entsprechende Ausbildung des oberen und unteren Rands in beiden Öffnungen der Felgenböden zugleich abstützen, spricht man von doppelt geösten Felgen. Eine Verformung und Rissbildung im Felgenboden durch hohe Speichenspannung ist hier ausgeschlossen. Auch erleichtern die Einsätze das Einlegen der Speichennippel beim Einspeichen, die bei Hohlkammerfelgen sonst gerne in den Hohlraum rutschen.